iOS 8 Konsequenzen: die Foto Library

Eine der weniger interessanten Fragen, die in den aktuellen Gerüchten zum iPhone 6 diskutiert werden, ist die Speicherkapazität. Einerseits heißt es, ein 16 GB Modell werde es nicht mehr geben, am anderen Ende der Skala soll 128 GB das neue Maximum sein.

Weniger interessant ist die Frage vor allem deshalb, weil es mit der neuen Foto Library einen Grund weniger gibt, auf mehr Speicher zu hoffen. 

Was kann sie denn, die tolle neue Foto Library? Zunächst einmal nennt sie sich offiziell “iCloud Photo Library” und der große Unterschied zum existierenden Fotostream ist zunächst einmal der Speicherort. Wenn man will (zumindest hoffe ich das), können alle Fotos in der Wolke abgelegt werden. Der Clou: auf dem jeweiligen Gerät wird nur eine “Miniversion” des Fotos abgespeichert, was enorm viel Speicherplatz freischaufeln würde, zumindest ist das bei meinen iOS Geräten so. So weit so eindeutig.

Die Konsequenz aus dieser Wolkenbibliothek ist zweigeteilt. Einmal macht Apple einen weiteren Schritt in die Zukunft all unserer Geräte, vor allem der tragbaren: Der verfügbare Speicher des Geräts wird immer unwichtiger, alle Daten liegen in der Wolke. Persönlich hoffe ich, dass dies irgendwann auch zu einer Standard-Schnittstelle für die Cloud führen wird, so dass man sich seine Cloud aussuchen kann. Aber vielleicht bin ich da zu optimistisch.

Etwas kurzfristiger läutet Apple mit der Foto Library (und einigen weiteren  Funktionen in iOS 8) eine Aufholjagd zu externen Cloud-Anbieter, wie z.B. Dropbox, auf. Soviel kann man schon sagen: diese Aufholjagd wird sehr erfolgreich werden. Gegen die enge Verzahnung mit dem Betriebssystem haben Dropbox und Co. nunmal nichts aufzubieten.

Der nicht ungewollte Nebeneffekt: wer auf die Wolkenbibliothek setzt, ist wieder einen Schritt tiefer im Apple-Universum (gefangen).

Anders gesagt: Apple hat mal wieder Vieles richtig gemacht.

 

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