Gadget-Test: Ich hab da was vergessen

Technik, so mein Credo, ist immer dann am Besten, wenn man sie nicht merkt. Übrigens ein Merkmal, das Apple Produkte im Normalfall auszeichnet, zumindest im Vergleich zu ihren jeweiligen Pedants.

Das Problem: Über Technik, die man nicht merkt, gibt es im Normalfall wenig zu schreiben – eben weil sie so unauffällig im Hintergrund bleibt. Bei zwei Gadgets bekommt man dann aber doch einen Artikel zusammen. So wie diesen hier, der den Elgato Smart Key und den Kitchensafe näher beleuchtet.

Der Smart Key von Elgato ist das, was ich mir eigentlich immer gewünscht habe, aber hoffentlich dann doch nie brauchen werde.
Schon in den 80er gab es da etwas, ein Schlüsselanhänger, der auf einen Pfiff mit einem Gegen-Pfiff antwortete. So sollte man den Schlüssel besser lokalisieren können. Hat damals allerdings nur bedingt funktioniert.
Mit den heutigen technischen Möglichkeiten, vor allem mit Bluetooth LE, sieht das schon wieder anders aus. Der Elgato Smart Key zumindest hält sein Versprechen (bis jetzt): meinen Schlüssel jederzeit lokalisieren zu können.

Das tut er denn auch sehr zuverlässig. Über die Smart Key App kann man den Smart Key selbst dazu bringen, einen Ton von sich zu geben. Dann braucht es lediglich noch ein feines Gehör, um den Schlüssel zu finden. Das Ganze funktioniert praktischerweise auch umgekehrt: wenn ich gerade nicht weiss, wo mein iPhone ist, muss ich es nicht unbedingt anrufen (zumal ich es meistens auf lautlos gestellt habe), sondern ein Druck auf den Smart Key reicht aus, um auch dem iPhone ein Ton zu entlocken. Praktischerweise kann man die Smart Key App so einstellen, dass sie eine “lautlos” Einstellung des iPhones ignoriert.

Die App kontrolliert aber nicht nur die Verbindung zwischen iPhone und Schlüssel, auch der GPS-Standort wird gespeichert. So kann man den Smart Key auch dazu verwenden, sein Auto wiederzufinden, falls man den Parkplatz vergessen haben sollte.

Wie eingangs erwähnt: Ausprobiert habe ich das alles. Gebraucht bis jetzt noch nicht.

Was ich dagegen brauche ist der Kitchensafe. Die Idee ist so einfach wie bestechend: Ein zeitgesteuerter “Safe” (eigentlich ist es mehr eine Tupperdose mit schwerem Deckel), der sich vor Ablauf der Zeit nicht (aber auch wirklich gar nicht) öffnen lässt.

Warum das Ganze? Nun, wer eine Schwäche für Schokolade, Kekse, Süßigkeiten oder was auch immer hat, kann mit dem Kitchensafe sein Laster im Zaum halten: Einfach Deckel drauf, Zeit einstellen und schon ist der Zugriff für die eingestellte Zeit verhindert.

Das funktioniert – zumindest für mich – super. Und mehr gibt es nicht zu erwähnen. Vielleicht noch ein Zusatzwunsch: dass es keine Möglichkeit gibt, den Safe vor Ablauf der Zeit zu öffnen, macht die Genialität des Produktes aus, aber der umgekehrte Fall wäre vielleicht eine Idee wert. Sprich: wenn ich es geschafft habe, trotz abgelaufener Zeit und wieder offenem Deckel trotzdem keine Kekse zu stibitzen, warum kann ich beim nächsten Mal nicht die Zeit erhöhen, selbst wenn sie noch nicht abgelaufen ist?!

Ansonsten: Technik zum Vergessen. Wie es sein muss.