Ausprobiert: Parallels Access

Obwohl wir in der Post-PC Welt leben, wohl dennoch so, dass das iPad hauptsächlich zum Konsum von Medien genutzt wird, für die produktive Arbeit greift man doch lieber zu Maus und Tastatur sowie dem dazugehörigen PC oder Mac.

Natürlich – mit dem entsprechenden Zubehör kann man auch auf dem iPad lange Texte schreiben, und das sogar sehr komfortabel, wie beispielsweise unser großer Tastaturen-Test im neuen geLilimagx zeigt.
Trotzdem bleibt der Mac oder PC für viele Sachen erste Wahl. Aber was ist, wenn man “nur mal kurz” ein bestimmtes Programm bedienen möchte, für das es eben keine passende App auf dem iPad gibt? Wer sich in diesem Fall schon auf dem Sofa niedergelassen hat überlegt sich sicherlich zweimal, ob er den langen Weg zum Arbeitszimmer nochmal antreten will.
Für solche Fälle hat die Firma Parallels sich etwas einfallen lassen: Parallels Access.

Bei Parallels Access handelt es sich im Grunde genommen um einen Fernzugriff auf seinen PC oder Mac. Der Unterschied: Access macht die “normalen” Programme von Mac und Windows appfähig, Parallels nennt das “applify”.
Und das funktioniert erstauntlich gut. Bilder sagen in diesem Fall tatsächlich mehr als Worte, daher seht Ihr unten auf folgendem Screenshot wie Microsoft Word für Windows nach dem “applification” Prozess von Parallels aussieht.

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Im Grunde reduziert Parallels Access das Windows-Programm auf die iPad Auflösung, das ist schon der ganze Trick. Mit ein paar geschickten und einfach zu erlernenden Gesten kombiniert, kann man so tatsächlich mit Anwendungen arbeiten, die sonst auf dem iPad nicht verfügbar sind.

Eine sehr praktische Geschichte – wenn es denn nicht doch ein paar Haken gäbe. Der erste Haken: für Aufgaben, die Feinmotorik verlangen (wie z.B. Bildbearbeitung oder Videoschnitt) eignet sich Access nicht.
Der zweite Haken: der Preis. Knapp 70 Euro verlangt Parallels für diesen Service – pro Jahr und Computer. Deutlich zuviel für den gebotenen Mehrwert, wie ich finde.

Im Endeffekt hat Parallels mit Access eine gelungene Lösung für das Zusammenspiel von iPad und Computer entwickelt – aber der Nutzen ist, zumindest aus meiner persönlichen Sicht, eher begrenzt.

Wer es ausprobieren möchte: unter access.parallels.com muss man ein Konto anlegen und die jeweilige Software für Mac oder Windows herunterladen – die zugehörige iPad-App findet man im App-Store. In der Testphase hat man 14 Tage Zugriff auf einen Mac und 90 Tage auf einen Windows Rechner (die Software für Windows befindet sich noch im Beta-Stadium).

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